Das Gebiet des Gavi DOCG

Wenn man Mailand hinter sich lässt, und irgendeine der Straßen einschlägt, die nach Südwesten führen, gelangt man, nachdem man die Poebene durchquert hat, in die Provinz Alessandria, in das Gebiet der Bezeichnung, wo sich Ligurien mit dem Piemont vereinigt, in ein Gebiet, das reich an Spuren und Kontaminationen ist, und wo heute ein mit Weinbergen bedecktes und an Genüssen reiches Fleckchen Erde seinem König, dem Wein, seine Ehre erweist.

Hier alternieren sich die Hügel mit den Tälern, die Linien des ligurischen Apennins zeichnen sich wie der Hintergrund eines Bühnenbildes ab; ein natürliches Schauspiel aus tausenden von Farben und miteinander verschmelzenden Nuancen.

Die Ebene, der Apennin, das Meer, Gavi ist ein Grenzland, und, wie dies bei allen Grenzländern der Fall ist, wurde das Gebiet im Lauf seiner Geschichte durchquert, bekämpft und erobert, wobei der Wein stets eine zentrale Rolle gespielt hat.

Die dokumentierte Geschichtsschreibung bestätigt die antiken Ursprünge der Berufung des Gavi-Gebietes zum Weinbau: der allererste Beleg, der diese Realität bezeugt, geht auf den 3. Juni 972 zurück und ist im Staatsarchiv von Genua verwahrt. Es wird darin von der Verpachtung von Weinbergen und Kastanienwäldern im Ortsteil “Mariana” (wahrscheinlich das heutige “Meirana”) von Seiten des Erzbischofes von Genua an zwei Bürger von Gavi gesprochen.